affidamento

Vom Wachsen, Lernen und von weiblicher Freiheit

Anfang der 1980er Jahre begannen Philosophinnen in Verona, sich mit der Differenz der Geschlechter und ihrer Bedeutung für die Frauenbewegung auseinanderzusetzen. Aus dieser Auseinandersetzung entstand die Philosophie des affidamento. Sie will ermutigen, die Unterschiedlichkeiten von Frauen als einen positiven Wert und persönlichen Nutzen zu sehen. Im wohlwollenden Anerkennen des Anderssein können sich Frauen gegenseitig bestärken und mit- und aneinander wachsen.
Ich beschäftige mich mit der Frage, welche Bedeutung die Philosophie des affidamento für die pädagogische Arbeit haben kann. Dabei geht es mir sowohl um den theoretischen Diskurs als auch um konkrete Projekte für die Praxis. Im Zentrum steht die Frage, wie wir Beziehungen gestalten und damit zu einer vielfältigen und lebenswerten Gesellschaft beitragen können.